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Das Aufkommen von Cyberkriminalität steigt immer weiter – auch durch KI. Massiv im Mittelpunkt stehen dabei Mittelständler und Unternehmen aus den Lieferketten. 

Was haben ein deutsches Satellitenkommunikations-Unternehmen, ein amerikanischer Dienstleister für den weltweiten Flugverkehr und die Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld gemeinsam? Sie wurden alle 2025 Opfer von Hackerangriffen.  

Die Attacke auf den Flugdienstleister schlug im September 2025 hohe Wellen, weil die Flughäfen Berlin, Brüssel, Dublin und London-Heathrow tagelang massiv eingeschränkt waren. Ansonsten wird über Cyberangriffe eher nicht öffentlich gesprochen. Nur deshalb tauchen in unserer Aufzählung auch keine mittelständischen Unternehmen auf – und nicht etwa, weil sie nicht Opfer würden. Das werden sie, und zwar massiv. 

Schaden: fast 5% des BIP 

Insgesamt 333.922 Cybercrime-Delikte zählte das Bundeskriminalamt 2025. Das bedeutet zwar „nur“ eine Steigerung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dramatischer ist aber eine andere Zahl: Bei diesen Angriffen entstand der deutschen Wirtschaft ein Schaden von 202,4 Milliarden Euro – das entspricht rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts!1 

Die Angriffe sind in der großen Mehrzahl Attacken mit sogenannter Ransomware. Das sind Schadprogramme, die angegriffene Computersysteme blockieren oder die Betriebs- und Nutzerdaten verschlüsseln. Freigegeben werden die Systeme dann erst nach Zahlung von Lösegeld. Und diese Angriffe trafen 2025 fast ausschließlich klein- und mittelständische Unternehmen. Zu 90 Prozent waren hier KMU betroffen! Der vielfach von Mittelständlern geäußerte Einwurf, man sei als Angriffsziel doch viel zu klein, geht also ins Leere. 

Lieferkettenangriffe boomen 

Was daneben Logistikunternehmen für Cyberkriminelle interessant macht, ist ihre digitale Vernetzung mit anderen in der Supply Chain. Darüber erhalten die Verbrecher dann gleich Zugang zu mehreren Unternehmen. „Lieferkettenangriffe haben Hochkonjunktur“, stellt die Unternehmensberatung PWC in ihrer aktuellen Cybercrime-Studie „Threat Dynamics“ fest2.  

Ein weiterer Befund der Studie, der zu denken gibt: Mittelständler wiegen sich in falscher Sicherheit. Die PWC-Experten befragten 400 Führungskräfte aus dem Mittelstand und nahmen die Sicherheitsarchitektur ihrer Betriebe unter die Lupe. Dabei stellten sie fest, dass die Unternehmer die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe deutlich zu positiv bewerten. Durchgehend fielen die Selbsteinschätzungen der Führungskräfte um ein bis zwei Reifegrade positiver aus, als es die objektive Prüfung der Sicherheitssysteme ergab.  

KI transformiert Bedrohung 

Wie in vielen Bereichen verändert auch hier künstliche Intelligenz die Spielregeln. KI transformiere die Bedrohungslandschaft grundlegend, betont PWC. KI-gestützt können Cyberverbrecher einfacher Schwachstellen in der IT identifizieren, und Phishing-Mails wirken durch KI authentischer und sind dadurch gefährlicher. Andererseits bietet KI aber auch Chancen. Natürlich können auch die Unternehmen selbst damit ihre eigenen Schwachstellen enttarnen. 

Auch die SVG unterstützt Unternehmen dabei, die eigenen Schwachstellen zu finden. Neben einer Cyber-Risk-Versicherung bietet die SVG Versicherungsvermittlung und Service Südwest auch umfassende Beratungsdienste an, die von der technischen Prävention bis zum Awareness-Training reichen. Denn wie bei vielen anderen Bedrohungen gilt hier auch: Die Sensibilisierung der Mitarbeitenden ist das A und O. 

SVG Versicherungsvermittlung und Service Südwest GmbH
Daniel Adelfinger
daniel.adelfinger@svg-kravag.de

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