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Bekommt das Rhein-Main-Gebiet die erste zehnspurige Autobahn in Deutschland? Das wird seit Jahren diskutiert. Der hessische Unternehmerverband hat sich jetzt nochmal massiv dafür ausgesprochen 

Happy Birthday! Am 10. Juli 2026 wurde das Frankfurter Kreuz 70 Jahre alt. Das klassische Kleeblatt, das heute als einer der meistbefahrenen Straßenknotenpunkte Europas gilt, brachte Mitte der 1950er-Jahre den erstaunten Nachkriegsautofahrern bei, dass man nach rechts fahren muss, um links abzubiegen. Trucker und Pendler, die heute rund um die Mainmetropole im Stau stehen, dürfte aber eher nicht zum Feiern zumute sein.  

Ausbau wird hitzig diskutiert 

Derzeit hat die Autobahn hier bis zum Westkreuz acht und weiter bis Friedberg sechs Spuren – und ist trotzdem notorisch verstopft. Ein weiterer Ausbau wird schon lange hitzig diskutiert. Die Ausbaugegner sehen unter anderem Sportplätze, Gärten, Vogel- und Trinkwasserschutzgebiete bedroht. 

Dennoch stellte der „Verkehrswegeplan 2030“ des Bundes von 2016 einen „vordringlichen Bedarf“ für eine zehnspurige Verkehrsführung bis zum Nordwestkreuz fest. Eine Machbarkeitsstudie der Autobahn GmbH des Bundes untersuchte 2024 sogar die zehn streifige Erweiterung bis Friedberg. Ergebnis der Studie: Der Ausbau sei grundsätzlich technisch umsetzbar und würde zu einem guten Verkehrsfluss führen.  

Doch seither passiert ist: nichts.

Nervenzehrende Zustände

Regelmäßige kilometerlange Staus führten zu nervenzehrenden Zuständen sowohl bei Pendlern wie bei Lkw-Fahrern, kritisiert die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Der Verkehrsknotenpunkt habe große Bedeutung für den gesamten Wirtschaftsstandort Hessen, unterstreicht der Verband. 

„Wir erwarten, dass auf Bundesebene nun der nächste wichtige und richtige Schritt folgt, indem der Ausbau der A5 bei Frankfurt mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz vollständig in ein besonderes öffentliches Interesse gestellt wird. Dadurch wäre das Projekt deutlich schneller und einfacher zu realisieren“, forderte Christoph Schäfer, Vorsitzender des VhU-Verkehrsausschusses. 

Die Trucker, die durchs Rhein-Main-Gebiet müssen, würde es auf jeden Fall freuen. 

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