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Unter den sommerlichen Temperaturen leiden die Menschen und die Infrastruktur gleichermaßen. Was die Hitze auf der Straße bewirkt und wie man sich im Cockpit Kühlung verschafft
Eine gesperrte Autobahn in Brandenburg, einspurige Verkehrsführung auf der A7 südlich von Hamburg, Tempo 80 am Wiesbadener Kreuz: Die erste Hitzewelle des Sommers 2026 hat schon im Juni nicht nur die Menschen, sondern auch streckenweise die Fahrbahnen an ihre Grenzen gebracht.
Spektakuläre Blow-ups gingen öffentlichkeitswirksam durch die Medien. Gemeint sind damit aufgeplatzte Stellen in Betonstraßendecken. Der Werkstoff Beton dehnt sich bei Wärme aus, sodass es schlimmstenfalls – vor allem bei älteren Fahrbahnen – zu diesen Aufplatzungen kommen kann. Die gute Nachricht dazu lautet, dass nur etwa 30 Prozent der Autobahnen aus Beton bestehen.
Asphalt oder Beton?
Demgegenüber 70 Prozent der Autobahnen sind aus Asphalt, dem die Hitze grundsätzlich weniger anhaben kann. Asphalt wird bei Wärme weicher. Dadurch können bei Belastung, etwa durch den Lkw-Verkehr, Verformungen wie Spurrinnen entstehen. Diese stellen allerdings, zumal für Trucks, keine besondere Bedrohung dar.
Gegen die Hitzeschäden verfolgt die Autobahn GmbH, die im Auftrag des Bundes die Fernstraßen verwaltet, gleich einen ganzen Maßnahmenkatalog. Bei gefährdeten Abschnitten verhängt sie kurzfristig Geschwindigkeitsbegrenzungen. Mit Messfühlern wird die Temperaturentwicklung im Fahrbahnbelag beobachtet. Und bei Fahrbahnneu- und -ausbau setzt die GmbH auf eine moderne und damit wenig hitzeanfällige Bauweise.
Im Cockpit
Auch am Steuer des Lkw kann es ganz schön warm werden – schon gar, wenn man im Stau steht, sei es wegen des Urlaubsverkehrs oder eben der Fahrbahnschäden. Bei den meisten sorgt die Klimaanlage dann für angenehme Temperaturen. Doch Vorsicht: Man sollte sie nicht zu hoch drehen! Wenn der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur zu groß wird, kann es beim Aussteigen zu Kreislaufproblemen kommen. Experten empfehlen maximal 6 Grad Temperaturunterschied. Außerdem empfiehlt es sich bei Standzeiten, das Cockpit zu verdunkeln, damit es sich nicht unnötig aufheizt.
Gut eincremen, viel trinken
Auch wenn es im Cockpit kühler ist als draußen, die UV-Strahlung kann durch die Glasscheiben dringen, sodass man sich am Steuer mit Sonnencreme schützen sollte. Luftige Kleidung, ausreichend Flüssigkeit und eine möglichst leichte Verpflegung helfen durch die heißen Stunden. Was auf jeden Fall zu beachten ist: Kopfschmerzen, Schwindel, extreme Trägheit, Krämpfe oder Frösteln trotz Hitze sind Warnsignale, die man ernst nehmen solle. Dann: Sofort einen Parkplatz aufsuchen, Wasser trinken und sich abkühlen. Trotz Terminstress geht die Gesundheit immer vor!





