Credit: H2-Mobility

Mobility Deutschland und ihre Gesellschafter Shell sowie Air Liquide haben gemeinsam die erste Wasserstoff-Station (kurz H2) am Lohfeldener Rüssel eröffnet. Es ist die fünfte Anlage dieser Art in Hessen. Damit gehen die Partner einen weiteren Schritt in
Richtung auf ein flächendeckendes H2-Versorgungsnetz in Deutschland.

Der Autohof liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Kassel-Mitte an den BAB 7 und 49, nahe zu den BAB 44 und 38. Fahrer emissionsfreier Brennstoffzellen-Autos verfügen damit nun über eine weitere Betankungsoption auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Frankfurt und Hannover. Bauherr und Betreiber der neuen H2-Station ist das Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility, das eine Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland aufbaut. Eigentümer des Autohofs ist die SVG Hessen. Die Tankstellentechnik stammt vom Gase und Technologieunternehmen Air Liquide.
Die Wasserstoff-Station entspricht dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv. Das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge und lässt sich binnen drei bis fünf Minuten abschließen. Die Anlage fasst
rund 200 Kilogramm Wasserstoff; das reicht für die Betankung von 40 bis 50 Fahrzeugen am Tag.

Unser Verbund begrüßt als Dienstleister und Partner der Transport- und Logistikbranche die Erweiterung des Kraftstoffangebots am Lohfeldener Rüssel um den klimafreundlichen Wasserstoff.
Die Attraktivität des Autohofs wird dadurch erheblich gesteigert.

Eugen Jung

CO₂-Emissionen senken

Wasserstoff bietet die Möglichkeit, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern. Denn mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO₂-Emissionen deutlich senken. Der Betrieb eines H2-betriebenen Brennstoffzellen-Fahrzeugs verursacht weder lokale Schadstoffe noch Kohlendioxid (CO₂)-Emissionen. Die
Reichweite der Fahrzeuge liegt bei 500 bis 800 Kilometern pro Tankfüllung.
Damit Elektromobilität mit Wasserstoff zur Erfolgsgeschichte wird, bedarf es eines attraktiven Angebots an Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie zugleich einer entsprechenden Versorgungs-Infrastruktur. Der Ausbau des entsprechenden Tankstellen-
Netzes schreitet voran. Bis 2019 soll ein deutschlandweites Netz von 100 Stationen errichtet werden. Mit Lohfelden kann man schon heute an 44 Stationen tanken.
Die 1,4 Millionen Euro teure Anlage wird durch die Europäische Kommission im Trans-European Transport Network (TEN-T CEF) im Projekt Connecting Hydrogen Refuelling Stations (COHRS) gefördert.

„Autohof wird attraktiver“

Im Rahmen der Eröffnung der H2-Station betonte Thomas Zengerly, Sprecher der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil GmbH: „Wasserstoff-Technik ist eine vielversprechende Technologie – und H2 ein Kraftstoff der Zukunft. Wir gehen davon aus, dass der alternative Antrieb ab den 2020er-Jahren in Märkten wie Deutschland, England, Benelux, den USA und Japan eine immer größere
Rolle spielen wird.“

Wasserstoff ist heute eine der besten Lösungen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Er hat das Potenzial, den Transportsektor, eine der wesentlichen Quellen der Verschmutzung in unseren Städten, effizient zu dekarbonisieren.
Wir sind stolz, an der Seite weiterer privater und öffentlicher Akteure am Aufbau der H2-Infrastruktur beteiligt zu sein.

Markus Schewitza (Geschäftsführer Air Liquide
Advanced Technologies GmbH)

Nikolas Iwan, Geschäftsführer der H2 Mobility Deutschland GmbH, machte deutlich: „Deutschland ist auf dem Weg zum Vorreiter in Sachen Elektromobilität mit Wasserstoff. Wir bauen derzeit mit den ersten 100 Stationen bis 2019 das Rückgrat der Wasserstoff-
Infrastruktur. Die Stationen errichten wir dort, wo die Kunden sie benötigen.“

Schach: „Sind stolz!“

Lohfeldens Bürgermeister Uwe Jäger unterstrich: „Wasserstoff und Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind ein Beitrag zum Gelingen der Energiewende im Mobilitätsbereich. Unsere Gemeinde hat den Bau dieser Station deshalb unterstützt“.
Und schließlich Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements Nordhessen: „Auf der Fahrt vom Norden in den Süden
wie auch vom Westen in den Osten Deutschlands werden viele Autofahrer ihren Wasserstoff künftig bei uns in Nordhessen tanken. Wir sind stolz darauf!“

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