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40 Tage! Das sind fast sechs Kalenderwochen oder acht Fünf-Tage-Wochen. Was kann man in diesem Zeitraum nicht alles machen. Für Christen dauert die Fastenzeit so lange. Arbeitnehmer mit einer Fünf-Tage-Woche haben in der Zeit ihren gesetzlichen Jahresurlaub für zwei Jahre genommen. Und Arbeitgeber müssen in 40 Tagen ihren Beschäftigten mindestens einmal, vielleicht sogar zweimal den Monatslohn zahlen.  

Und wenn sie Pech haben, müssen sie so lange auf das Geld ihrer Kunden warten. 

Zahlungsziel plus Überfälligkeit 

Laut einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform umfasste die gesamte Forderungslaufzeit in der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2024 im Durchschnitt fast 40 Tage, genau gesagt: 39,63 Tage. Diese Laufzeit setzt sich zusammen aus der Zahlungsfrist, also dem in der Rechnung ausgewiesenen Zahlungsziel, und der Überfälligkeit, mit der Kunden diese Frist im Durchschnitt überschreiten. 

In der Transportbranche heißt das: Sie machen heute eine Fahrt für Ihren Kunden, zahlen heute den Diesel für die Fahrt und in Monatsfrist das Gehalt Ihres Fahrers sowie Maut- und eventuelle Leasinggebühren – und der Zahlungseingang vom Kunden kommt 40 Tage später! 

Viele Unternehmen stehen nicht wegen schlechter Auftragslage am Abgrund, sondern weil sie zu lange auf ihr Geld warten müssen.

Alexander Hillers

Zwar sank 2024 die durchschnittliche Zahlungsfrist branchenübergreifend auf 31,22 Tage von 32,05 im Vorjahr. Die Verkehrs- und Logistikbranche liegt beim Zahlungsziel sogar noch vergleichsweise günstig mit 25,71 Tagen im 2. Halbjahr 2024. Auch sank der durchschnittliche Zahlungsverzug branchenübergreifend auf 7,7 Tage im ersten Quartal 2025 (gegenüber 8,9 Tagen im ersten Quartal 2024). Hier liegen Verkehr und Logistik allerdings mit 9,0 bzw. 9,8 Tagen über dem Schnitt. 

Rechnungsvolumen steigt 

Dennoch stieg der durchschnittliche Wert verspätet bezahlter Rechnungen im zweiten Halbjahr 2024 im Branchenschnitt auf 2.034 Euro, und in Verkehr und Logistik auf 2.348 Euro. Bei jedem säumigen Kunden fast 40 Tage lang auf über 2.300 Euro warten – das kann für Klein- und Mittelständler zu einer enormen finanziellen Herausforderung werden.  

Ein Ausweg aus diesem 40-Tage-Dilemma ist Factoring. Dabei überschreiben Unternehmen ihre Forderungen an ein Factoring-Unternehmen, das ihnen die fast vollständige Rechnungssumme innerhalb von meist 48 Stunden überweist. Übrigens: Die SVG Hessen arbeitet mit dem auf die Branche spezialisierten Factoring-Anbieter EKF Finanz Frankfurt zusammen. 

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