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Elektromobilität im Straßengüterverkehr: Das Bundesverkehrsministerium startet ein Förderprogramm für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Der BGL begrüßt das Projekt 

Die ganze Welt erwartet, dass der Straßengüterverkehr elektrisch betrieben wird. Und wir als SVG sind stolz, dass wir mit da ganz vorne mit dabei sind.

Das sagte der SVG-Aufsichtsratsvorsitzende Eugen Jung bei der Eröffnung des neuen Ladeparks des SVG-Kooperationspartners Milence am Autohof Lohfeldener Rüssel. 

Auch das Bundesverkehrsministerium (BMV) unternimmt nun einen weiteren Schritt zur Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Im Rahmen einer großen Förderinitiative stellt das Ministerium über einen Zeitraum von vier Jahren 1 Milliarde Euro bereit.  

200 Millionen Euro im ersten Schritt 

„Elektromobilität im schweren Straßengüterverkehr kann nur mit einer leistungsfähigen Infrastruktur erfolgreich sein – genau hier setzen wir mit unserer Förderung an“, erklärt dazu Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Im Jahr 2026 stellt sein Ministerium zunächst 200 Millionen Euro zur Verfügung in drei verschiedenen Förderaufrufen. Einer davon richtet sich speziell an klein- und mittelständische Unternehmen (KMU). 

Ab 5. Juni 2026 können sich KMU um die Förderung einer nicht-öffentlichen Ladeinfrastruktur auf ihrem eigenen Betriebsgelände bewerben. Diese Bewerbung kann auf zwei Wegen erfolgen: 

  1. Über De-minimis sind Fördersummen bis zu 300.000 Euro pro Antrag möglich. 
  1. Über die allgemeine Gruppenverordnung (AGVO) können jeweils bis zu 1 Million Euro vergeben werden, allerdings bei einem Eigenanteil von 50 beziehungsweise 60 Prozent, je nach Betriebsgröße. 

Klein- und Mittelständler, die sich eine Förderung sichern wollen, sollten sich möglichst beeilen. Die Vergabe erfolgt ausschließlich nach der Reihenfolge des Antragseingangs. Das Förderfenster bleibt geöffnet bis zum 30. September beziehungsweise bis zu dem Termin, an dem die Mittel aufgebraucht sind. 

Speziell für diesen Förderaufruf bietet die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur NOW ein Online-Seminar an. Es findet am 2. Juni 2026 statt, anmelden kann man sich hier: https://www.now-gmbh.de/aktuelles/veranstaltungen/online-seminar-nichtoeffentliche-ladeinfrastruktur-e-lkw-kmu/  

Zwei weitere Förderaufrufe 

Bereits am 26. Mai 2026 starten die beiden anderen Förderaufrufe. Sie richten sich zum einen an Logistikunternehmer jedweder Größe, die auf ihrem Betriebshof nicht-öffentliche Ladepunkte errichten, zum anderen an Investoren, die eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur aufbauen wollen. Anders als bei dem Aufruf für KMU, wird über die Anträge hier nach einem wettbewerblichen Verfahren entschieden. Eingereicht werden können sie bis zum 7. Juli. 

Das Förderprogramm ist Teil des Masterplans Ladeinfrastruktur, an dem auch der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. maßgeblich mitgearbeitet hat. Der BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt ist überzeugt von dem Programm und bezeichnet es als bislang „überzeugendste Fördermaßnahme zur Errichtung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur und einen wichtigen Impuls für die Transformation des Straßengüterverkehrs.“ 

Weitere Informationen sind auf dem Portal des Projektträgers Jülich verfügbar unter: 
https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/lis-e-lkw  

Die Anmeldung erfolgt über das Förderportal des Bundes: 
https://foerderportal.bund.de/ 

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