Credit: Milence

Am Autohof Lohfeldener Rüssel eröffnet der erste Ladepark für E-Lkw des Netzanbieters Milence. „Ein Standort nach unseren Vorstellungen“, betont Geschäftsführerin Anja van Niersen bei der Eröffnung 

Trucker, die in Deutschland von Nord nach Süd und von West nach Ost unterwegs sind, wussten es eh schon. Und für die Fahrer von E-Lkw bekommt es bald noch mehr Bedeutung: An Kassel führt kein Weg vorbei. Genauer gesagt: am Autohof Lohfeldener Rüssel.  

Am 4. Mai eröffnet dort der erste Ladepark für E-Lkw an einem Autohof in Hessen. An vier Ladepunkten können dann vier E-Trucks gleichzeitig mit einer Leistung von jeweils bis zu 400 kW laden. Für den Betreiber Milence – ein Joint Venture von Daimler Truck, Traton Group und Volvo Group – ist dies der erste Ladepark in Hessen, der neunte in Deutschland und insgesamt der 34. in Europa.  

„So wie die Fahrer es mögen“ 

Das ist ein Standort nach unseren Vorstellungen – mit einer guten Versorgung und nah an der Autobahn, so wie die Fahrer es mögen“, lobte Milence-CEO Anja van Niersen den Autohof beim feierlichen Soft-Opening. 

Und Alexander Hillers, Vorstandsvorsitzender der SVG Hessen, hob die gute Zusammenarbeit mit dem Netzanbieter hervor:

Als Genossenschaft ist es unser Auftrag, unsere Mitglieder zu unterstützen und einen guten Partner zu wählen, der mit uns gemeinsam die Infrastruktur für der Elektromobilität schafft.

Für SVG Hessen-Aufsichtsrat Eugen Jung ist klar, welche Antriebstechnologie die Zukunft bestimmen wird: 

Die ganze Welt erwartet, dass der Straßengüterverkehr elektrisch betrieben wird. Und wir als SVG sind wirklich stolz, dass wir mit da ganz vorne mit dabei sind.“ 

Auch ihre weiteren Autohöfe will die SVG mit Milence elektrifizieren. Der Netzbetreiber selbst plant, europaweit 90 weitere Projekte bis Ende 2028 zu realisieren, so Anja van Niersen. 

Effizienz in der Elektromobilität 

Bei der feierlichen Vorab-Eröffnung ging es aber auch um Inhalte. Bei einem Podiumsgespräch wurden die Bedingungen für den elektrifizierten Straßengüterverkehr diskutiert. Der Strompreis und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sind natürlich entscheidende Faktoren.  

E-Trucks besonders energieeffizient zu betreiben, das ist Alexander Kay Steinberg (2.v.l.)
(Foto: Milence)

Einen weiteren Ansatzpunkt hob Alexander Kay Steinberg, Geschäftsführer der Spedition Edgar Graß, hervor: die Energieeffizienz. Wie können gerade elektrische Lkw besonders energiesparend gefahren werden? Das beschäftigt Steinberg und er will seine Fahrer speziell darauf schulen. Denn ein schonender Umgang mit Ressourcen ist natürlich für den elektrifizierten Güterverkehr genauso wichtig wie für den dieselgetriebenen, dass sieht auch die Firma DHL so.

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